Padschah (2023) vs Barman1966 (1753)

March 19, 2010

In dieser Spanischen Partie wählte mein Gegner eine seltene Variante und brachte zudem noch eine Neuerung.  Aber durch sorgfältiges Studium der Partien konnte ich den besten Zug in dieser Stellung finden und den Gegner zu ernsthaften Eingeständnissen zwingen. Nach und nach schalteten sich meine Figuren in das Kampfgeschehen ein und erlangten einen bahnbrechenden Sieg.

[Event "Fernschachpartie"]
[Site "?"]
[Date "2010.03.01"]
[Round "?"]
[White "Schachkrone"]
[Black "Barman1966, N.."]
[Result "1-0"]
[ECO "C70"]
[WhiteElo "2023"]
[BlackElo "1753"]
[Annotator "ECO"]
[PlyCount "41"]
[EventType "corr"]

1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Bc5 !? {Dieser Zug ist mir noch nicht
bekannt. Bislang kenne ich nur die Fortsetzungen mit 4. … Nf6 gefolgt von
0-0. Aber okay, mit 5. c3 kann ich durch Zugumstellung in mir bekannte
Systeme überleiten. Ich verfolge somit standardmäßig den typischen
Spanier-Plan.} 5. c3 {Um das volle Zentrum anzustreben und dem Läufer ein
Rückzugsfeld zu schaffen.} Nge7 ?! {Dieser Zug stabilisiert zwar seinen
Springer auf c6 und somit auch das Zentrum, aber aus Gründen der mangelnden
Aktivität des Springers halte ich diesen Zug für fragwürdig. Weiß könnte jetzt
ohne größere Probleme sein volles Zentrum errichten. Analyse: A) Was
droht unmittelbar? Keine konkrete Drohung durch 5. … Nge7 B) Welcher Zug
wäre hier üblich und wie wirkt sich der neue Zug auf das übliche Schwarze
Spiel aus? Der Hauptzug wäre laut Datenbank hier 5. … Nf6, worauf hin
Druck auf e4 ausgeübt wird. Mit 5. … Nge7 ignoriert Schwarz die Möglichkeit,
Druck gegen e4 auszuüben und gestattet es seinerseits Weiß sein Spiel
aufzuziehen. C) Wie wirkt sich der Zug auf das positionelle Spiel aus?
Schwarz kontrolliert mit diesem Zug das Zentrumsfeld d5 und das Feld f5. Somit
kann er sich die Option eines Gegenstoßes im Zentrum bzw. am Flügel mittels d5
oder f5 frei halten.} (5… Nf6 6. O-O b5 7. Bb3 d6 8. a4 Bg4 9. h3 Bh5 10. d3
O-O 11. Bg5 Na5 12. Bc2 b4 13. g4 Bg6 14. Nbd2 h6 15. Bh4 Re8 16. Nb3 Nxb3 17.
Bxb3 bxc3 18. bxc3 a5 19. Bg3 Bh7 20. Nh4 d5 21. Nf3 Bd6 22. d4 Nxe4 23. Bxd5
exd4 24. Bxd6 Qxd6 25. Bxa8 Nxc3 26. Qd2 Rxa8 27. Rac1 Rd8 28. Rfe1 Ne4 29.
Qxa5 c5 30. Nd2 Nxf2 31. Kxf2 {1/2 1/2 – Nijboer – Stefanova – Wijk aan Zee
2002}) 6. d4 {Dieser Zug ist der Hauptteil meines Plans und den kenne ich
bereits aus zwei Partien. Schwarz ist quasi gezwungen zu nehmen, da sonst der
Bauer entweder vorrückt oder den e5-Bauern schlägt was Schwarz in Nachteil
bringt.} ({1-0 – Nijboer F. – Heberla B. – Kusadasi 2006} 6. d4 exd4 7. cxd4
Bb4+ 8. Nc3 d5 9. O-O dxe4 10. Nxe4 O-O 11. a3 Bd6 12. h3 Bf5 13. Re1 Bg6 14.
Bg5 f6 15. Bd2 Bf7 16. Bc2 Qd7 17. Bc3 Bd5 18. Nh4 Bf7 19. Qd3 Ng6 20. Nxd6
cxd6 21. Nf5 Rfe8 22. Qg3 d5 23. h4 Rxe1+ 24. Rxe1 Be6 25. Rxe6 Qxe6 26. h5
Nce7 27. Qg4 Kf7 28. Bb4 Rd8 29. Bd3 b6 30. g3 Rd7 31. Kg2 a5 32. Bxe7 Rxe7 33.
hxg6+ hxg6 34. Nd6+ Kf8 35. Qxe6 Rxe6 36. Nb5 Re1 37. Nc3 Kf7 38. Kf3 Ke6 39.
Bxg6 Rc1 40. g4 Kd6 41. a4 Ke6 42. Bh7 Kd6 43. Ke3 Rg1 44. Bf5 Re1+ 45. Kd2 Rf1
46. Ke2 Rc1 47. Bd3 Rg1 48. Kf3 Rc1 49. Ke3 Re1+ 50. Kd2 Rg1 51. Be2 g6 52. Bf3
Rf1 53. Ke2 Rc1 54. Kd3 Rf1 55. Bxd5 f5 56. gxf5 gxf5 57. Ke2 Rc1 58. Bb3) 6…
exd4 7. cxd4 Bb4+ !
{wichtig, b6 wäre ein Fehler, da dann meine Bauern mobil
werden. Nun kann Schwarz nach Sc3 mit d5! antworten.} 8. Nc3 {Eine weitere
Möglchkeit bestand in Le2, aber da hätte ich mein Läuferpaar selbst aufgegeben,
was ich in der Partie nicht wollte! Jedenfalls nicht für geringe Kompensation.}
(8. Bd2 Bxd2+ 9. Qxd2 d5 10. exd5 Nxd5 11. Bxc6+ bxc6 12. O-O O-O 13. Ne5 Qf6
14. Nc3 Ne7 15. Rfe1 Be6 16. Ne4 Qh4 17. Nf3 Qh5 18. Qg5 Qxg5 19. Nexg5 Nf5 20.
Nxe6 fxe6 21. Rxe6 Rad8 22. Rxc6 Nxd4 23. Nxd4 Rxd4 24. Rc2 c5 25. Re1 c4 26.
g3 Kf7 27. Kg2 Rb8 28. Kf3 Rb4 29. Re3 Rd7 30. a3 Rb6 31. Rxc4 Rxb2 32. Rf4+
Kg6 33. Re6+ {1-0 Zhigalko A. – Rodin M. , Minsk 2008}) 8… d5 ! {Der
schwarze Gegenstoß im Zentrum. Ein guter Zug, jeglicher andere Zug würde Weiß
wohl in die Hände spielen.} (8… O-O $6 9. O-O d5 $6 10. e5 {Und Weiß kann
Operationen am K-Flügel beginnen.}) (8… b5 9. Bc2 d5 10. e5 (10. O-O $5 dxe4
(10… Bxc3 11. bxc3 dxe4 12. Bxe4 Bf5 13. Bxf5 Nxf5 14. Re1+ $18) 11. Nxe4)
10… Bg4 11. Be3 Nf5 12. Qd2 Nxe3 13. fxe3 Na5 14. b3 O-O 15. O-O c6 $14) (
8… d5 9. O-O dxe4 (9… Bxc3 $6 10. bxc3 dxe4 11. Ng5 f5 (11… Bf5 12. Bc2
Qd7 13. Nxe4 O-O 14. Qf3 $16) 12. Qh5+ g6 13. Qh6 b5 14. Bb3)) 9. O-O b5 ? {
Meines Wissens nach eine Neuerung. Mit diesem Zwischenzug gibt Schwarz die
Option, entweder Lc2 zu spielen und somit den Bauern nochmal zu überdecken
oder aber eine Variante mit exd5 zu spielen. Die bislang geläufigsten
Hauptzüge waren 0-0 und dxe4. Aber folgende Variante lässt denke ich Weiß mit
einem Vorteil aus der Eröffnung kommen.} (9… b5 10. exd5 $5 Nxd5 (10… bxa4
11. dxc6 Nxc6 $4 (11… Bxc3 $1 {wichtiger Zwischenzug} 12. bxc3 Nxc6 13. Qxa4
Bb7 14. Ba3 $18) 12. Qxa4 Bb7 (12… Bd7) 13. d5 Bxc3 14. dxc6 Bc8 15. bxc3 $18
) (10… Bxc3 11. bxc3 Nxd5 12. Bb3 $6 (12. Re1+ Be6 13. Bb3 $16) 12… Nxc3
13. Qc2 $4 (13. Qe1+ $1 Be6 14. Qxc3 Ne7 $18) 13… b4 14. a3 Nxd4 (14… a5
15. axb4 Nxb4 (15… axb4 16. Rxa8) 16. Qxc3) 15. Nxd4 Qxd4 16. Be3 $2 $11 (16.
Re1+ Kf8 17. Be3 Qd6 18. Rad1 Qc6 (18… Qf6 19. Bc5+ Kg8 20. Re8#)) (16. Re1+
Be6 17. Bxe6 fxe6 18. axb4 Nd5 19. Qc6+ Kf7 20. Qxe6+ Kf8 21. Ba3 g6 $18) (16.
Re1+ $1)) (10… Bxc3 11. bxc3 bxa4 12. dxc6 $18) (10… Na5 11. Bc2 Nxd5 12.
Re1+ Ne7 13. Ng5 h6 14. Qh5 g6 15. Qf3 $18) 11. Nxd5 Qxd5 12. Bb3 Qd6 (12…
Qd8) 13. Ng5 (13. Qe2+ Qe7 14. Qc2 Bb7 15. a3 Ba5 16. Bf4 O-O 17. d5 Nd8 18.
Rac1 Rc8 $18) 13… Nxd4 (13… O-O 14. Qh5 Qg6 15. Bxf7+ (15. Qxg6 hxg6 16. a3
Be7 17. Nf3) 15… Rxf7 16. Qxg6 hxg6 17. Nxf7 Kxf7 18. Be3 $17) 14. Bxf7+ Kf8
15. Be3 Nc6 16. Qxd6+ Bxd6 17. Bd5 Bd7 18. Ne6+ Bxe6 19. Bxe6 $16) 10. exd5 Na5
{Der wohl beste Zug in dieser Stellung, andere Optionen bringen Schwarz in
Schwierigkeiten.} 11. Bc2 {Wie in meiner ausgearbeiteten Analyse, spiele ich
nun weiter.} Bxc3 ?! {Diesen Zug habe ich bislang nicht auf der Rechnung
gehabt. Die Stellung scheint dennoch vielversprechend für Weiß zu sein. Ich
habe das Läuferpaar und keinen isolani mehr auf d. Zusätzlich kann ich nun
Druck entlang der e-Linie entwickeln, nachdem der Gegner versucht den Bauern
abzustauben.} 12. bxc3 (12. bxc3 Qxd5 (12… Nxd5 13. Re1+ Be6 14. Ng5 Nxc3 15.
Qd2 b4 16. Nxe6 fxe6 17. a3 Nc6 18. axb4 Nd5 19. Ba4 Kd7 $16) 13. Re1) 12…
Qxd5 $2 13. Re1 ! +-
{Weiß bringt seine gesamte Armee Schritt für Schritt
unter Zwang ins Spiel und lässt Schwarz nicht mehr zur Ruhe kommen. Weitere
Drohungen sind La3 und Sg5 etc. Die unmittelbare Drohung jedoch ist Le4 mit
Qualitätsgewinn ohne Kompensation für Schwarz!} Qd6 {quasi der einzige Zug…
aber dennoch hat Weiß große Initiative!} 14. a4 $1 $36 {Bereitet den Spieß La3
vor! Dazu kommen noch Drohungen entlang der a-Linie.} (14. a4 b4 (14… bxa4
15. Ba3 +- Qc6 16. Rxe7+ Kd8 17. Ne5 !) (14… Bb7 15. Ba3 Qc6 16. Rxe7+ Kd8
17. Bb4) 15. cxb4 Nac6 16. Ba3 (16. a5) 16… Nxb4 17. Ng5 h6 18. Ne4 Qb6 19.
a5 Qxa5 20. Nc5 Nxc2 21. Qxc2) 14… Be6 ?? {Das sieht mir auf den ersten
Blick wie ein Patzer aus. Aber gut was will Schwarz sonst machen. Er hatte die
Möglichkeit mit b4 einen Bauern zu opfern und zu hoffen dass er mit seinem
König raus kommt, aber nun verliert er eine Figur. Das ganze untermauer ich
mal mit folgenden zwei Varianten.} (14… Be6 15. Ba3 {Einer der
Hauptkandidaten.} Qd7 (15… Qd8 16. axb5 Nc4 17. Bxe7 Qxe7 18. Bb3 (18. d5 Rd8
19. Qd4 Rxd5 20. Qxc4 Rxb5 21. Qc6+ Qd7 22. Qxa6) 18… Nb6 (18… Nd6 $4 {
verliert sofort weil der Springer dem Turm auf der d-Linie die Sicht versperrt.
} 19. d5 $1) 19. Bxe6 fxe6 20. Qb3 $1 $18 {mit unzähligen Drohungen}) 16. axb5
{wichtig! um den Springer zu entblößen.} axb5 17. Bxe7 Qxe7 (17… Kxe7 $2 18.
d5) (17… Kxe7 18. d5 Rhd8 19. dxe6 Qxd1 20. Raxd1 Rxd1 21. Rxd1 Kxe6 22. Nd4+
$18) 18. d5 Rd8 19. Rxa5 c6 (19… Rxd5 20. Qxd5 Bxd5 21. Rxb5 Qxe1+ 22. Nxe1
Ke7 23. Rxd5 $18) 20. d6 Qxd6 (20… Rxd6 $2 21. Ra8+ Kd7 22. Ra7+ Kd8 23. Rxe7
Rxd1 24. Rxd1+ Kxe7 25. Nd4 $18) 21. Qxd6 Rxd6 22. Ra8+ Rd8 23. Rxd8+ Kxd8 24.
Nd4 $18) 15. Ba3 ! Qf4 ?? {Nun führen alle Wege nach Rom. Hier zwei
Gewinnideen. Einmal der sofortige Zug Turm e4 oder aber erst der Bauerntausch
auf b} (15… Qf4 16. Bxe7 (16. Re4 Qf6 17. Bxe7 Qxe7 (17… Kxe7 18. axb5 axb5
19. Qb1) 18. axb5 axb5 $4 (18… Nc4 19. d5 Rd8 20. Rxc4 Bxd5 21. Rd4 Bxf3 22.
Rxd8+ Qxd8 23. Qxd8+ Kxd8 24. gxf3 Kd7 (24… axb5 $4 25. Ra8+)) 19. d5 Rd8 20.
Rxa5 Rxd5 21. Qxd5 Bxd5 22. Rxe7+ Kxe7 23. Rxb5 Bxf3 24. gxf3 $18) (16. axb5
Nc4 (16… Nb7 17. Bxe7 (17. bxa6) 17… Kxe7 18. bxa6 Nd6 19. d5 $18) (16…
axb5 17. d5 Nc4 18. Bxe7 (18. dxe6 Nxa3 $4 19. Qd7+ Kf8 20. Rxa3 $3 $18) 18…
Kxe7 19. dxe6 fxe6 20. Qd5 Qd6 21. Qg5+ Kf7) 17. Bxe7 Kxe7 18. Re4 Qf6 19. d5
axb5 20. dxe6 fxe6 21. Nd4 e5 22. f4 Rxa1 23. Qxa1 Qb6 24. fxe5 $18) 16… Kxe7
17. axb5 Nc4 (17… axb5 18. Qb1 $1) 18. bxa6 (18. Bb3 axb5) 18… Kf6 19. a7 {
Le4} Bd5) 16. axb5 ! axb5 ?!{Nun ist d5 sehr stark was man an folgenden
Varianten erkennen kann.} 17. d5 ! (17. d5 $1 Nxd5 (17… Bxd5 $4 {Gibt ein
Matt in wenigen Zügen} 18. Qxd5 $4 $18 (18. Rxe7+ $1 Kf8 19. Qxd5 Rc8 (19… b4
20. Bxb4 c5 21. Bxc5 g6 22. Rxf7+ Kg8 23. Rb7+ Qf7 24. Qxf7#) 20. Rxf7+ Ke8 21.
Qd7#)) (17… Rd8 18. Bxe7 Kxe7 (18… Rxd5 $4 {Das erlaubt mir eine kleine
Kombination} 19. Qxd5 $3 Bxd5 20. Bg5+ $1 Be6 21. Bxf4 Nc6 22. Ra8+ Nd8 23. Rd1
Bd7 24. Bxc7 $18) 19. Rxa5 $18) 18. Qxd5 $1 $18) 17… Rd8 {also wählt mein
Gegner diesen Zug} 18. Bxe7 {gemäß meiner Analyse. Nun verliert Schwarz eine
Figur.} Kxe7 19. Rxa5 +- c6 {Ich habe nun materiellen Vorteil und sollte
versuchen Figuren zu tauschen. Den Bauern kann ich sowieso nicht halten,
deshalb wähle ich einen Plan, in dem ich die Damen tausche und dann versuche
Druck gegen die vereinzelten Bauern auszüben, da mir das mit meiner Mehrfigur
gut gelingen sollte.} 20. Qd4 {Der Tausch ist erzwungen, da sonst noch der
Läufer fliegt wenn ich das Schach auf c5 gebe oder die Dame tausche.} (20. Qd4
Qxd4 (20… Qd6 $4 21. dxe6 Qxd4 22. exf7+ (22. Nxd4) 22… Kxf7 23. Nxd4) (
20… Qf6 $4 21. Qxf6+ Kxf6 22. dxe6 $18) 21. Nxd4 Rxd5 22. Nxc6+ (22. Nxc6+ $5
) (22. Nxe6 fxe6 23. Ra7+ Kf6 24. Rc7 Rd2 25. Bb3 Rd6 $18) 22… Kd7 23. Nd4
Bg4 24. f3 Bh5 25. Rxb5 Rxb5 26. Nxb5) 20… Qc7 ?? 21. Ra7 ! {Und das
Zwischenschach würde entscheiden.} 1-0


Italy2500 vs Padschah

September 14, 2009

Hier nun die zweite Trainingspartie. Diese hier war schon etwas besser. Zwar gab es leider auch ein paar taktische Patzer meines Gegenübers, aber die Partie an sich ist sehr schön. Mir hat es Spaß gemacht sie zu spielen.

Anmerkungen:

In dieser Najdorf-Partie habe ich es frühzeitig geschafft die Initiative und damit verbunden einen materiellen Vorteil zu erspielen. Das ganze basiert auf dem klassischen Motiv b5-b4 im Sizilianer, der den Springer ablenkt und somit den e-Bauern schwächt. Im tiefen Mittelspiel patzte errang mein Gegner zwar die völlige Kontrolle über die h-Linie, konnte diese aber nicht nutzen. Hier sieht man, wie die Kontrolle über eine Linie nutzlos werden kann. Durch einen schönen taktischen Schlag, der meinen Gegner wohl wie ein Blitz traf, sicherte ich mir einen zweiten Bauern und damit auch den Partiesieg. Ich wünsche euch viel Spaß mit dieser Partie.

[Event "Freundschaftsspiel, 30 Minuten"]
[Site "Main Playing Hall"]
[Date "2009.09.14"]
[Round "?"]
[White "Italy_2500"]
[Black "Wedrychowski, Lukas"]
[Result "0-1"]
[ECO "B87"]
[BlackElo "1764"]
[PlyCount "114"]
[EventDate "2009.09.14"]

1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. Bc4 !? {Diesen Zug halte ich für höchst interessant. Je
nachdem wie Schwarz spielt, kann es entweder in den Fischer-Angriff im Najdorf,
den Sozin Angriff im Scheveningen etc. umleiten. Aber da ich derzeit Najdorf
im Repertoire habe, wollte ich natürlich in dieses Zugfolge kommen.} e6 4. d4 {
Also wird es doch ein Najdorf mit Lc4} cxd4 5. Nxd4 Nf6 6. Nc3 a6

{Diagram #
Das ist die Grundstellung des Najdorf-Systems mit dem Läuferzug Lc4. Für
gewöhnlich gibt es hier verschiedene Züge für Weiß. Den den ich bislang kenne
ist Bb3} 7. Bg5 !? {Dieser Zug erlaubt es mir, mein Set-Up mit einem Mehrtempo
aufzubauen.} b5! {Mit Tempo.} 8. Bb3 Bb7 9. Qd3 ?! {Ich persönlich fand diesen
Zug nicht unbedingt zweifelhaft, aber Fritz sieht hier den Anzugsvorteil von
Weiß bereits verloren. Nun hatte ich mehrere Möglichkeiten. Die Hauptidee
liegt im Entwicklungszug, Sbd7, womit ich das Sizilianischmotiv: b5-b4 drohe
mit dem der Bauer e4 hängt und ich drohe auch den Läufer erzwungen durch eine
Gabel ( c5 ) abzutauschen.} Nbd7 10. O-O-O ??

{Diagram # Mein Gegner übersieht
das Motiv! Das kostet ihn nun mindestens einen Bauern.} b4 ! 11. Nce2 (11. Na4
Bxe4 12. Qg3 !? Rc8 13. h4 -/+) 11… Bxe4 12. Qe3 ?? {Halte ich für einen
Patzer. Nun fliegt auch noch der g-Bauer. Damit öffnet sich zwar die g-Linie
für den Gegner, aber ob er die Nutzen kann ist die Frage.} Bxg2 13. Rhg1 Bd5 !?
{Gibt einen Bauern zurück, um dafür die Aufstellung der eigenen Figuren zu
begünstigen. Wenn ich den Bauern behalten hätte, hätte Weiß vorläufig die
Initiative gehabt.} (13… Bb7 14. Nf5 d5 15. Nf4 Qb6 16. Nd4 O-O-O 17. Nd3 h6
18. Bxf6 gxf6 -+) 14. Bxd5 Nxd5 15. Bxd8 ?! (15. Qd2 Qa5 16. Kb1 -/+) 15…
Nxe3 16. fxe3 Rxd8 17. Nc6 Rc8 18. Nxb4 -/+ a5 19. Nd3 g6 20. Kb1 Bg7 21. h4
O-O 22. h5 d5 (22… Bh6 ?! {Würde nicht viel bringen. Der Gegner würde nur
die Gelegenheit bekommen seine Türme zu verdoppeln.} 23. Rg3 d5 24. Rdg1 -/+)
23. hxg6 hxg6 {Solange ich meinen Läufer habe, kann mir die gegnerische
Verdopplung auf der h-Linie nichts anhaben.} (23… fxg6 -+ {Wäre auch
interessante gewesen. Auf diese Weise hab ich sofort meine zwei Freibauern und
muss mich nicht erst durch den e3 Bauern kämpfen. Aber ich mochte hier einfach
meine zwei hängende Bauern nicht.}) 24. Rg3 Ne5 25. Nxe5 ?! Bxe5 -+ {Nun war
meine Absicht, auf der c bzw. b- Linie zu verdoppeln und somit Schwächen zu
provozieren. Die h-Linie bringt meinem Gegner aufgrund meines super Läufers
nichts. Da das Einbruchsfeld von ihm kontrolliert wird.} 26. Rh3 Rc4 27. Rdh1
Rfc8 28. c3 a4 29. Kc2 Rb8 ?! (29… Rg4 $5) (29… a3 30. b3 Rg4 31. Kd3 Rg2
32. Rh4 -/+) 30. b3 ? {Das schafft ein Angriffsziel. Den c-Bauern Dieser kann
nämlich nicht vorrücken, da er festgelegt ist ( d5 )} axb3+ 31. axb3 Rc7 {Um
die Türme auf c zu verdoppeln. Hier sieht man auch, warum der Läufer so immens
wichtig ist. Ohne ihm könnte ich nicht so frei auf der Linie umhermanövrieren,
da sonst Th8! den Turm gewinnen würde} 32. Nd4 Rbc8 {Jedoch nicht} (32… Bxd4
33. exd4 Rbc8 34. Rh8+ Kg7 35. R1h7+ Kf6 36. Rxc8 Rxc8 =/+ {Da ich einen
Vorteil besaß, und meine Figuren alle aktiver waren als die gegnerischen,
wollte ich nicht abtauschen. Zwar hatte der Gegner die Kontrolle über die
h-Linie, aber hier sieht man, dass die Kontrolle nichts bringt, solange man
keine Einbruchsfelder hat.}) 33. Nb5 ?? {Eine sinnlose 1-Zügige-Aktion.} Rc5 !
34. Nd4 Rxc3+ 35. Kb2 ??

{Hängt noch einen Bauern. Zwar hätte die bessere
Alternative auch nicht den Ausgang der Partie entschieden, aber er hätte dann
noch ein bisschen stand halten können. Dieser Fehlzug scheitert an einer
taktischen Feinheit.} Rxe3 !! 36. Rxe3 Bxd4+ ! 37. Ka3 Bxe3 38. Rd1 d4 39. b4
Ra8+ ?! 40. Kb3 f5 41. Kc4 Rc8+ 42. Kd3 ??  {Verliert auch noch den anderen
Bauern.} Rc3+ 43. Ke2 Rb3 44. Rd3 Rxb4 (44… Rxd3 $6 45. Kxd3 {Natürlich
nicht das, denn so hätte ich noch den gegnerischen Bauern aufhalten müssen. Da
ich aber im überlegenen Stil gewinnen wollte, entschied ich mich für das
elegantere und räumte auf.}) 45. Ra3 f4 46. Ra6 ?! Kf7 47. Ra7+ ? Kf6 48. Rh7
e5 49. Rh8 e4 50. Rf8+ Kg7 51. Re8 d3+ 52. Kd1 f3 53. Re7+ Kf6 54. Rc7 f2 ! {
Das Mattnetz ist geknüpft. Nun droht der vernichtende Zug Tb1! mit Matt} 55.
Rc6+ {Ein paar Racheschachs.} Kf5 56. Rc5+ Kg4 57. Rc6 $4 Rb1+ (57… Rb1+ 58.
Rc1 $8 Rxc1#) 0-1

Fazit:

Diese Partie fand ich an sich sehr schön. Natürlich waren die taktischen Patzer meines Gegners schade und unnötig. Aber als Gesamtbild gesehen fand ich sie sehr schön, speziell auch aufgrund kleiner Kombinationen die Material eingefahren haben. Mein Rating für diese Partie: 7-8/10


Guest30075 vs Padschah

September 14, 2009

Da ich nun endlich einen anständigen Diagrammgenerator gefunden habe, will ich auch anfangen meine Partien hier raufzustellen und zu kommentieren. Diese Partien werden hauptsächlich folgende Zeiteinstellungen haben:

15 Minuten ( eher seltener )

25-30 Minuten ( wohl überwiegend )

45-60++ Minuten ( werd ich versuchen so oft wie möglich einzubauen )

Da ich nicht immer mit meinem Account Padschah Online bin, sondern auch ab und zu mit einem Gast-Account auf Schach.de unterwegs bin, kann es gut sein das ich auch schlechte Gegner bekomme. Aber sollten sich Themen in diesen Partien vorfinden, wie z.B. in der jetzigen , dann versuche ich sie hier reinzustellen.

Ich spiele zurzeit mein neues Repertoire ein. Leider habe ich noch nicht so ein großes Wissen über die Eröffnungstheorie, die ich versuche mir während meiner Fernschachpartien anzueignen. Ich wünsche euch viel Spaß mit dieser Partie

Anmerkung:

Ich hatte gehofft in dieser Partie mit einem stärkeren Gegner konfrontiert zu werden, musste aber leider feststellen, das die Strategie meines Gegners wohl nur darauf hinauslief, mich zu verwirren, indem er früh von den Systemen abwich. Zu meinem bedauern kann  diese Partie wohl nur unter der Rubrik “Überraschungen in der Eröffnung” einen gewissen Zweck verbuchen, da sie rein vom spielerischen leider nicht sehr attraktiv ist.

[Event "Freundschaftsspiel, 30 Minuten"]
[Site "Café"]
[Date "2009.09.14"]
[Round "?"]
[White "Guest30075"]
[Black "Wedrychowski, Lukas"]
[Result "0-1"]
[ECO "B20"]
[PlyCount "49"]
[EventDate "2009.09.14"]

{Diese Partie fällt wohl unter die Rubrik “Überraschungen in der Eröffnung”.
Ich spiele nun seit ein paar Tagen mein neues Repertoire ein. In den zwei
Wochen, in denen ich im Urlaub war, konnte ich nur Partien nachspielen. Nun
war es an der Zeit mein neues Repertoire zu testen. Leider wollte mein Gegner
gar nicht erst in eines der bekannteren Systeme eintauchen, sondern entschied
sich sofort für eine radikale Abweichung. } 1. e4 c5 2. e5 ?! {Diesen Zug halte
ich für fragwürdig. Zwar ist der Aufbau von Schwarz mit d6 dazu gedacht, eben
das zu verhindern. Aber ihn sofort zu spielen stellt doch einen leichten
Tempoverlust dar. Zum einem gibt Weiß seinen Anzugsvorteil weg, da ich nun
meinerseits eine Figur entwickeln kann. Das heißt ich kann im zweiten Zug
schon die Führung übernehmen und meinerseits diesen “Anzugsvorteil” im Nachzug
nutzen.} Nc6 3. f4 {Die wohl einzige logische Möglichkeit. Meine Engine hat
bei der Überprüfung auch diesen Zug als einzig richtigen vorgeschlagen.} d6 {
Dieser Zug, oder f6.  Aber ich wollte f6 nicht spielen, da ich dieses
Schachgebot der Dame nicht haben wollte, der mich zu g6 gezwungen hätte.} (3…
f6 4. Qh5+ g6 5. Qe2 fxe5 6. fxe5 Bg7 7. Nf3 Qc7 8. e6 $5 d5 -/+) 4. Bb5 Bd7 5.
Bxc6 $6 Bxc6 {Gibt seinen Läufer freiwillig auf, und ermöglicht es mir Druck
auf der schönen Diagonale auszuüben.} 6. Qe2 !? {Eine interessante Idee. Eine
weitere Möglichkeit bestünde im Entwicklungszug des Springers. Den hätte ich
nicht rausgenommen, da mein Läufer zurzeit besser ist als der gegnerische
Springer} dxe5 7. Qxe5 ?? {Das schlagen mit dem Bauern war Pflicht. Mein
Gegner übersieht die doppelte Funktion der Dame. Deckung von g2 und e5} Bxg2 8.
Qxc5 Bxh1 -+ 9. Qb5+ ? {Ein unbedachter Versuch etwas zu bewirken.} Bc6 (9…
Qd7 10. Qxd7+ Kxd7 -+ {Hätte mir ebenfalls in die Hänge gespielt. Mit den
Damen aus dem Spiel, kann ich leichter in ein gewonnenes Endspiel abwickeln.})
10. Qe5 Qd5 11. Qxd5 ?! (11. d4 Qxe5+ 12. fxe5 O-O-O 13. Be3 Be4 14. c3 Bxb1
15. Rxb1 e6 -+) 11… Bxd5 12. b3 Rc8 13. c3 ?! {Mein Gegner scheint wohl
nicht ganz auf der Höhe zu sein. Er macht dutzend schlechte Züge. Leider ist
diese Partie keine Herausforderung. Aber das ist das Problem wenn man als Gast
spielt. Man weiß nicht wie stark der Gegenüber wirklich ist.} g6 !? (13… g6
14. c4 ? {Dieser scheinbar gute Zug, um den Läufer vor dem des Schwarzen auf
die Diagonale zu entwickeln scheitert an der simplen Drohung} Bg7 15. Nc3 Bc6
-+) 14. Ne2 Bg7 15. Na3 a6 {Um dem Springer mögliche aktive Felder zu nehmen.}
16. c4 ?? Bxa1 17. cxd5 Rxc1+!

{Mein Ziel, mit zwei Figuren mehr, abwickeln! Selbst unter Qualitätsopfern.} 18. Nxc1 Bb2 19. Nc4 Bxc1 20. Nb6 ({Falls er nun versucht hätte, meinen Läufer einzusperren, hätte ich diesen Zug gespielt.} 20. Kd1 b5 !) 20… Bb2 21. d3 Nf6 22. Nc4 ?? Bc3+ ! {Zwischenschach} 23.
Kd1 Nxd5 24. Kc2 Bd4 {Um die Gabel auf e3 zu führen} 25. Nd2 $4 {Nun wäre Sb4!
gekommen, mit Bauerngewinn} 0-1

Fazit:

Ich habe meinerseits keine großen Fehler gesehen. Nachdem ich zwei Figuren mehr hatte, hab ich die Partie im Grunde ohne großes strategisches Planen runtergespielt. Mein Gegner war leider sehr schwach. Von der DWZ her würde ich ihn eventuell auf 800-900 schätzen. Also leider ziemlich schwach.  Mein eigenes Rating zu dieser Partie: 2/10


[MS] Gliederung der Leistungsstufen und Lehrpläne

August 15, 2009

Hallo liebe Leser,

in diesem Artikel möchte ich euch die Gliederung der einzelnen Leistungsstufen ( in Grade ) und die Lernziele der einzelnen Grade aufzeigen. Zu jedem Leistungsgrad gibt es einen eigenen Trainingsplan, je nachdem, wie viel Zeit man investieren möchte.

Die Moderne Schachschule ist in 5 Leistungsgrade eingeteilt, A-E. Die Spieler der Leistungsstufe E sind Anfänger, die noch nicht einmal die Grundregeln des Schachs beherrschen, dieser Leistungskurs dauert deshalb auch wesentlich kürzer als die Grade D-A. Spieler der Leistungsstufe A wiederum, sind Spieler, die bereits Meisterähnliche Leistungen erbringen.

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Moderne Schachschule – Einführung

August 12, 2009

Hallo Leser,

ab diesem Beitrag möchte ich euch ein neues Projekt vorstellen, dass ich in Kooperation mit SC Rochade-Online starten möchte. Ich will vorab sagen, dass keiner das glauben muss was ich hier schreibe und das dem hier keiner Zustimmen oder folgen muss.

Das was ich hier schreibe ist lediglich meine Auffassung von der korrekten Herangehensweise an das Schachspiel. Dabei erkläre ich, wie ich bisher das Schachspiel gelernt habe und wie sich mein Fortschritt herleiten lässt. Ich bin kein Meister oder so, spiele aber nach Angaben unserer Clubtrainer bereits nach diesem drei-vierteljahr auf  1600er Niveau. Mein Jahresziel ist es, auf eine Spielstärke von 1800 zu kommen.

Wenn ihr Lust habt, euch meine Ideen und Ausführungen anzuhören, dann viel Spaß mit dieser neuen Artikelserie, die unter den Indexvermerk [MS] publiziert wird. In diesem Beitrag möchte ich eine Einleitung zur “Modernen Schachschule” schreiben, wie ich sie vor ca. 2 Wochen gegründet habe.

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“Sir, wir brauchen einen Plan”

July 12, 2009

Nun zu einem doch relativ schweren Thema,

dem Planen nach der Eröffnung. Im Mittelspiel, muss man die verschiedenen Merkmale der Stellung erkennen, um einen Plan entwerfen zu können, nachdem man spielen wird. Der Plan ist dabei als langfristiges strategisches Ziel gesehen deshalb wichtiger als gewöhnliche einzügige oder zweizügige forcierte Varianten, weil er die Gegebenheiten der Stellung erfasst und diese auszunutzen versucht.

Das klingt beim ersten mal zwar etwas schwer verständlich; wird aber nach ein paar Beispielen schnell deutlicher.

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Schachclub – Rochade Online

June 17, 2009

Hallo liebe Leser,

seit ungefähr einem Monat ist nun das Projekt – Schachclub Rochade-Online  auf den Beinen und hat sich doch ganz gut gemacht. Aber vorerst ein wenig zur Geschichte bevor ich näher auf die Features eingehe.

Im November 2008, als ich mit dem Schach spielen anfing, gründete ich mit einem guten Freund von mir ,  Walter S. einen Schachzirkel in dem es darum ging sich gegenseitig zu verbessern. Geplant war,  Partien zu spielen und zu analysieren und so gemeinsam besser zu werden.  Im Frühjahr,  sind dann mehrere Personen dazu gekommen und wieder gegangen. Als sich dann ein fester Kreis gebildet hat beschlossen wir den Zirkel in einen Online-Schachclub umzuändern. Welchen genauen Sinn das hat kann ich ihnen nicht sagen. Grund ist teils Spaß an der Sache, einen Online-Schachclub zu gründen und zu leiten und somit etwas recht außergewöhnliches zu sein, da es sowas nicht wirklich häufig gibt.

Als der Beschluß feststand, begannen wir ein Forum einzurichten und zu planen wie es weitergehen soll. Was wollen wir anbieten, was würden die Leute erwarten. In diesem einem Monat kamen nun folgende Angebote zusammen. Hiermit freue ich mich, euch den SC Rochade-Online bekannt geben zu können:

SC Rochade-Online –

Wir sind ein Club für all diejenigen, die begeistert Schach spielen oder es spielen wollen. Durch die Möglichkeiten des Internet haben wir nie direkt Geschlossen sondern 24/7 offen. Und das ganze völlig kostenlos. Mitglied kann jeder werden, egal ob Deutscher oder jemand aus dem Ausland. Jeder ist herzlich Willkommen der bereitwillig lernt, aber auch bereit ist sein Wissen wieder weiterzugeben, damit die anderen Mitglieder besser werden. Für Egoismus ist hier kein Platz! Wir versuchen allen Vorzügen eines realen Schachclubs nachzukommen. Wir haben Trainingstage ( im Grunde genommen jeden Tag ! ), Vorträge ( Endspiele, Mittelspiel, Eröffnung… ), Spielanalysen und geplant sind auch Trainingsvideos, die man sich runterladen kann.

Nachfolgend eine Liste von dem was wir euch bieten und was wir widerum von euch verlangen:

Der SC Rochade-Online bietet euch….

24/7 Verfügbarkeit

Jeden Tag Trainingstage

Live-Chat-Möglichkeiten ( Skype only! )

Spielmöglichkeiten gegen Mitglieder ( Über Schach.de )

Vorträge/Referate ( über Endspiele, Mittelspiel, Eröffnungen, Spielermonographien… )

Partieanalysen

Forumzugang

Turniere

CWZ-Ratingsystem

Was der Club von euch als Mitglied verlangen würde….

Aktivität ( wie jeder Schachclub lebt auch ein Onlineschachclub von der Aktivität der Mitglieder. Und da dieser Club kostenlos ist neigt man oft dazu nicht mehr zu erscheinen. )

richtige Umgangsformen ( man soll andere Mitglieder respektieren und sich niemals im Ton vergreifen! Wenn man zum Team gehören will, dann muss man sich auch zusammen reißen und sich anständig benehmen )

Lernbereitschaft und den Willen das gelernte weiterzugeben

Aktivität im Forum

Das bereits mehrmals erwähnte Forum könnt ihr unter folgendem Link erreichen – Als Mitgliedsanwerber könnt ihr euch registrieren und euch vorstellen.

www.Rochade-Online.forumieren.de

Nun noch ein wenig zum aktuellem Geschehen im Club. Kürzlich erst haben wir unser erstes Turnier veranstaltet, und mit Erfolg beendet. Es hat so ziemlich der gesamte Club teilgenommen. Geplant ist es, jeden Monat ein Turnier zu veranstalten. Newsletter gehen dabei jeden Montag an die Mitglieder raus. Darin enthalten sind die wichtigsten Informationen über das aktuelle Turniergeschehen und über die Aktivitäten im Club. Am 1. Juli 2009 wird unser erstes Thementurnier stattfinden. Die Vorgabe für jeden Teilnehmer ist dabei folgende Zugfolge:

1. SC Rochade-Online Thementurnier 2009

1. e4 e5

2. Sf3 Sc6

wenn diese Zugfolge eingegeben wurde, beginnt die Partie und der Wettkampf beginnt. Es wird im K.O-System gespielt und somit scheidet der Verlierer sofort aus dem Turnier aus. Gekiebitzt kann jederzeit. Unerlaubt sind die Hilfe von Engines etc. Das dürfte denke ich mal klar sein.

Seit ca. zwei Tagen ist auch ein Werbevideo für unseren Club verfügbar den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Falls noch weitere Fragen bestehen sollten, einfach im Forum oder hier im Blog eine Antwort schreiben. Ich werde versuchen sie schnellstmöglich zu beantworten.

Liebe Grüße

Lukas aka. Padschah


Mannschaftskampf SC Moosburg 3 vs SV Haunwöhr 2 am 1.3.09

March 2, 2009

Ein nebliger Morgen war es, als ich Sonntags früh aufwachte und mich frisch machte für das sicherlich anstrengende Spiel heute. Es war der Tag an dem ich in der 3. Mannschaft des SC Moosburg spielen sollte. Unser Gegner war der SV Haunwöhr 2. Die Nacht davor fiel es mir schwer mich irgendwie aufs Ohr zu legen, da ich einfach immens aufgeregt war. So kam es dass ich erst gegen 1-1:30 eingeschlafen bin. Aber am Morgen hieß es dann, kurz war essen und dann auf ins Vereinsheim.

Gegen 9:30 waren wir dann am Vereinsheim und es schien dass ich der erste Spieler war. Die Gegner und unser Team trafen in der Tat erst alle gegen 9:00 ein. Danach wurden die Spielpaarungen bekannt gegeben , die Uhren aufgezogen und es ging los.

Da es mein erstes Spiel war, war es denke ich mal verständlich dass ich noch immens aufgeregt war. Ich konnte die ganze Zeit mein Herz pochen hören und spüren. Zu Beginn war es die Hölle *lach*. 6 Uhren die überall im Raum tickten und dann noch mein Gegner von dem ich nicht wusste wie stark er spielt. Allerdings war ich mir was das taktische angeht relativ sicher. Es hieß nur keine Figuren einstellen, gut aus der Eröffnung rauskommen und sicher runterspielen.

Hier die Partie mit Kommentaren von mir:

[Event "SC Moosburg 3 vs SV Haunwöhr 2"]
[Site "Moosburg a.d. Isar "]
[Date "2009.03.01"]
[Round "?"]
[White "Lukas , Wedrychowski"]
[Black "Volker, T.."]
[Result "1/2-1/2"]
[ECO "B01"]
[BlackElo "1150"]
[Annotator "Wedrychowski,Lukas"]
[PlyCount "39"]
[EventDate "2009.??.01"]
[EventType "game"]
[EventRounds "1"]
[EventCountry "GER"]
[TimeControl "1200+1"]

1. e4 d5  Oje die Skandinavische Verteidigung sollte es also sein. Eine Verteidigung gegen die ich selten Spiele und wenn ich gegen Sie spiele nur sehr ungern mit ihren Varianten konfrontiert werde. 2. exd5 Qxd5 3. Nc3 Qa5 4. d4 c6 5. Nf3 Bg4 6. Be2 Nf6 7. Bg5?? Oje und schon ist es passiert. Ich war nervös und kalkuliere auch noch so einen Misst.  Leider hab ich auf diese Weise bereits im 9. Zug eine Figur eingestellt ! Ein Höllenszenario für mein erstes Spiel. 4 Bxf3! Klar ! Der beste Zug in der  Situation. Beseitigt die Verteidigungsfigur meines Läufers und lässt ihn dem Angriff der Schwarzen Dame auf a5 aus.
8. Bxf6 Bxe2 9. Qxe2 gxf6 -/+

stellung-119 10. O-O?! Auch wenn mein Gegner eine offene Linie auf g hatte war es für mich erst mal wichtig den König aus dem Zentrum zu bringen und somit einen Gegenangriff zu starten, da ich meine Entwicklung soweit abgeschlossen hatte durch den schönen Verlust meiner Figur. e5?! Dieser Zug ist eventuell nicht so gut. Da sein KÖnig noch in der Mitte ist ist es gefährlich das Zentrum zu öffnen. 11. Qf3 Mit diesem Zug wollte ich den schwachen Punkt f6 angreifen und falls er rochieren sollte den Punkt f7 der ja dann ungedeckt stünde.  Nd7 Ein guter Verteidigungszug mit Entwicklung. 12. dxe5 fxe5 und somit blieb der f-Bauer ungeschützt. Die Rochade wäre jetzt also ein einstellen des f-Bauern! 13. Rad1 um Druck auf den Springer auszuüben. Leider hat dieser Turmzug die Bauernreihe a2-b2-c2 unweigerlich geschwächt, da der Turm jetzt aus der Reihe gezogen ist.
O-O-O? 3..2…1… 14. Qxf7 meins! Bc5!?  Auf b4 stände der Läufer denke ich mal besser. Obwohl er auf diesem Punkt meine Königsstellung ins Auge nimmt und der Gegner droht einen Angriff zu starten mit Db6 15. Qg7! Ein interessanter “Stiller  Zug”.  Mein Plan war es seinen jetzt schwach gewordenen Springer auf d7 anzugreifen. Da er nicht mit seinem Turm zurücknehmen darf. stellung-25 Qb6?? Lässt den Springer ungedeckt! 16. Rxd7! Die Strafe folgt auf dem Fuße! Rdf8 Erhöht den Druck auf den Punkt f2 17. Ne4! Verteidigt f2 und greift den Läufer auf c5 an! Rhg8? Lässt den h-Bauern ungedeckt 18. Qxh7 Gleich geschnappt. Rh8 19. Qg7 Rhg8 20. Qh7 Remis! Eine Interessant fortsetzung hab ich zwar gefunden, konnte sie jedoch nicht komplett durchrechnen da ich während dem Spiel ca. 1 h dem Gegner geschenkt hatte da ich immerwieder vergessen hatte die Uhr zu drücken. Folgende Kombination wäre möglich gewesen. (20. Qxe5! Kxd7?? Ein grober Fehler mit Partie oder Damenverlust 21. Nxc5+!!  Kd8 22. Qd6+ Kc8 23. Qe6+! Hinlenkung auf b8 Kb8 24. Nd7+! Kc7 25. Nxb6 Kxb6  +/-) 1/2-1/2

Für meine erste Turnierpartie muss ich sagen war es schon gut. Natürlich ist es keine Glanzpartie da ich ja am Anfang schon eine Minusfigur hatte. Aber ich finde ich habe es dennoch gut rumgerissen und am Ende hätte ich bei mehr Zeit sogar mit einer schönen Kombination gewonnen.

Ich hoffe euch hat die Partie dennoch gefallen. Die Partie uploade ich eventuell noch hier. Ansonsten gibts diese per Anfrage.

Gruß

Padschah


Basiswissen – Angriff und Verteidigung

February 1, 2009

Und nun kommen wir zu einem Thema, das wohl so oft wie kein anderes auf das Brett kommt.

Die Rede ist vom Angriff und von der Verteidigung von Feldern. Dabei gibt es einen kleinen Unterschied, aber den werde ich gleich noch besprechen.

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Basiswissen – Das Brett

January 22, 2009

in diesem Artikel  werde ich euch zeigen, wie das Brett aufgebaut ist und was man allein durch die Einteilung des Brettes für das Spiel ableiten kann. Hier werden folgende Punkte durchgegangen:

  1. “Meine Seite, deine Seite”
  2. Königsflügel, Damenflügel
  3. Zentrum

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